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Drei Stadttürme und ein Kontrollposten bildeten im Mittelalter die Zugänge zur Stadt. Das Bautzener Tor befand sich an der heutigen Bautzener Straße, etwa gegenüber dem Döner-Imbiss. Das kleine Gässchen zwischen Imbiss und Kinderhaus „Jakubetzstift“ war der frühere Stadtgraben, der hinter der Brauerei entlang verlief. Die Straße „Am Stadtgraben“ folgt heute dessen Verlauf.

Auf der Kamenzer Straße befand sich das Kamenzer Tor gegenüber der heutigen Arztpraxis König/Richter (Haus-Nr. 24). Das Hoyerswerdaer Tor befand sich an der Ecke August-Bebel-Straße – Hoyerswerdaer Straße. An den früheren Stadtgraben schloss sich der Mühlgraben an, der heute noch an der „Bleeche“ vorbeiführt und den Stadtteich streift. Dort, wo das Gehöft Kummer zu finden ist, befand sich eine Brücke mit einem Kontrollposten.

Im Stadtplan, welcher nach dem Brand von 1780 erstellt wurde, ist die Lage der drei Stadttore und des Wallgrabens ersichtlich. Quelle: Archiv der katholischen Pfarrgemeinde Wittichenau
Im Stadtplan, welcher nach dem Brand von 1780 erstellt wurde, ist die Lage der drei Stadttore und des Wallgrabens ersichtlich. Quelle: Archiv der katholischen Pfarrgemeinde Wittichenau
1248 früheste Erwähnung als „Villa Witigenow“
1264 frühe Erwähnung als „Wittigenowe nova villa”
1286 erste Erwähnung als Stadt „civitatem Witigenhow“
1303 Verleihung eines Untergerichtes nach Magdeburger Recht (bis 1849)
1345 In Wittichenau entsteht die erste Baderei.
1346 Im Krieg Kaiser Karls IV. gegen den Markgrafen Ludwig dem Bayer wird Wittichenau zerstört.
1349 Kaiser Karl IV. verleiht Wittichenau das Recht einen Wochenmarkt abzuhalten.
1356 Die Stadt Wittichenau erhält das Braurecht.
1429 In den Hussitenkriegen wird Wittichenau zerstört.
1438 Verleihung eines Salzmarktrechtes durch König Albrecht
1440-1445 Errichtung der Stadtkirche als spätgotische Hallenkirche, um 1527 Ausbau der Gewölbe und Erweiterung um zwei Pfeiler
1446 Berufung eines zweiten Geistlichen an die Pfarrkirche
1447 Wittichenau erhält das Recht der freien Magistratswahl.
1460 Am Ausgang der Bautzener, Kamenzer und Hoyerswerdaer Straße werden massive Stadttore erbaut.
1491 erste Beurkundung der Schützengilde
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