Das Marktwesen in Wittichenau kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Um das Jahr 1346 führten der deutsche Kaiser Karl IV. und der Markgraf von Brandenburg Ludwig der Baier einen erbitterten Krieg um die Lausitz. Bei diesen Kampfhandlungen wurde Wittichenau völlig zerstört.

Im Frieden zu Bautzen entsagte Ludwig der Baier seinen erhobenen Ansprüchen an die Lausitz. Um der zerstörten Stadt Wittichenau wieder aufzuhelfen, verlieh Kaiser Karl IV. 1349 auf Bitten der Äbtissin Ottilia von Marienstern Wittichenau das Recht, montags einen Wochenmarkt abzuhalten.

Die kaiserliche Urkunde, ausgefertigt im Schlosse zu Spremberg, legte fest: „daß am zweiten Tag der Woche Wochenmärkte nicht abgehalten werden dürfen, in Bautzen, Görlitz, Lauban, Löbau und Kamenz…“ Diese Festlegung sollte verhindern, dass der Montagsmarkt in Wittichenau durch Konkurrenzdruck beeinträchtigt wurde. Noch vor dem zweiten Weltkrieg war Wittichenau weithin bekannt als Stadt der Oberlausitzer Viehhandelsmärkte.

Es gab Markttage, an denen 140 Pferde, 400 Rinder und 270 Schweine angeboten wurden. Auch die Nebenstraßen wurden in dieses Treiben einbezogen, es existieren heute noch vereinzelt Häuser mit Eisenringen, an denen man die Tiere befestigen konnte. Im Jahre 1932 zum Beispiel gab es folgende Kram-, Pferde-, Rindvieh- und Schweinemärkte: 21.03. Ostermarkt, 17.05. Pfingstmarkt, 01.08. Augustmarkt, 10.10. Kirmesmarkt, 12.12. Weihnachtsmarkt sowie diverse  Monatsmärkte (Pferde-, Rindvieh- und Schweinemärkte).

Quelle: Auszug aus Wittichenauer Wochenblatt, Juni 1990

UNSERE MÄRKTE | ÜBERSICHT

Heute erfreuen sich neben dem Wochenmarkt / Wiki auf dem Marktplatz in Wittichenau auch noch der große Bauernmarkt am 1. Maiwochenende, der Töpfermarkt der Familie Gleinig / Schmidt im benachbarten Ortsteil Hoske und der Kirmes- und Erntedankmarkt am Kirmessamstag in der KRABAT-Milchwelt in Kotten großer Beliebtheit. Ein besonderes Flair versprüht der Wittichenauer Adventsmarkt am 2. Adventssamstag auf dem Marktplatz in Wittichenau, der klein aber fein auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmt.

Wochenmarkt Wittichenau

Jeden Mittwoch und Freitag werden auf dem Wittichenauer Marktplatz Produkte aus der Region zum Kauf angeboten. Von 7 bis 16 Uhr können Sie sich an beiden Tagen mit Köstlichkeiten aus der Lausitz versorgen. 

Ob Milch oder Käse aus der KRABAT-Milchwelt, ob Fisch aus den nahen Teichen oder Obst und Gemüse aus lokalem Anbau – auf dem Wittichenauer Wochenmarkt finden Sie viele schmackhafte Produkte, die vor allem durch ihre Frische überzeugen. Auch Backwaren, Fleisch und Wurst, Pflanzensetzlinge und Blumensträuße lassen sich hier erwerben. Je nach Jahreszeit können Sie vom Markttag auch Spargel oder Rhabarber, Pilze oder Waldbeeren mit nach Hause nehmen. Denn die Händler passen ihr Angebot der jeweiligen Saison an. Neben Nahrungsmitteln finden sich auf dem Wochenmarkt auch immer wieder Stände mit einer Auswahl an Bekleidung und Haushaltswaren.

Die Kunden schätzen den persönlichen Austausch mit den Erzeugern ihrer Lebensmittel und freuen sich über eine sachkundige Beratung. Sie kaufen gern bei ihren Nachbarn, die vor den Toren der Stadt ihre Felder bestellen und ihre Tiere artgerecht zu halten wissen.

Der Wochenmarkt dient neben der Versorgung mit frischen Lebensmitteln insbesondere am Freitag als beliebter Treffpunkt. Hier begegnen sich Jung und Alt, Einwohner aus Stadt und Land zum netten Plausch.

Kommen Sie doch auch mal vorbei und entdecken das vielfältige Angebot. Tauchen Sie ein in die angenehme Marktatmosphäre und überzeugen Sie sich von der Qualität der Produkte aus überwiegend ökologischem Anbau.

KONTAKT

Bernhard Domaschke
Rathaus
Zimmer 2
Telefon: 035725/ 755-27
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ÜBERBLICK

Termin:
mittwochs und freitags von 7 bis 16 Uhr
Angebot:
Lebensmittel aus regionaler Produktion, Bekleidung, Haushaltswaren, Pflanzen

Bauernmarkt in der Krabat Milchwelt

Bauernmarkt Kotten | Krabat Milchwelt

Bauernmarkt Kotten | Krabat Milchwelt

Wissen Sie, wo Sie „Die besten Ecken der Lausitz“ finden? Wir schon, denn die KRABAT-Milchwelt im Wittichenau Ortsteil Kotten produziert täglich aus Milch der einheimischen Kühe ein reichhaltiges Käseangebot mit so klangvollen Namen, wie „Schwarzer Müller“ oder „Krabatello“. 20 Sorten werden hier handgemacht und mit viel Liebe produziert.

Doch nicht nur dies kann man zum „Großen Bauernmarkt“ am 1. Sonntag im Mai auf dem Gelände der KRABAT-Milchwelt bestaunt werden. Der moderne Landwirtschaftsbetrieb zeigt, wie landwirtschaftliche Kreisläufe mit allen Sinnen erlebbar sind. Auf dem „gläsernen Hof“ steht die Kuh im Vordergrund – von der Aufzucht der Kälber über den Anbau des Futters bis zur Veredlung der Milch in feine Milchprodukte, wie Käse, Jogurt und Quark.

Bauernmarkt in Kotten | Krabat Milchwelt

Bauernmarkt in Kotten | Krabat Milchwelt

Zum Bauernmarkt allerdings verwandelt sich der Betriebssitz zu einem riesigen Einkaufsmarkt mit Frischem aus der Region, Textilien und Kosmetik aus Naturmaterial, Kräutern, Blumen und Pflanzen in reichhaltiger Form und allem, was uns auf dem Lande lieb und wichtig ist.

Besuchen Sie einfach den Bauernmarkt am 1. Maiwochenende in Kotten – Sie werden begeistert sein!

Krabat Milchwelt
KRABAT Milchwelt
Kotten
Auf dem Gelände der MKH
Telefon: 035725 92 90 0

ÜBERBLICK

Termin:
Immer am ersten Maiwochenende
Angebot:
Erleben Sie Bauern und Handwerker aus ganz Sachsen und lassen Sie sich Lausitzer Spezialitäten schmecken!
Freuen Sie sich auf bunte Aktionen zum Start in den Frühling sowie tolle Erlebnis- und Mit-Mach-Angebote für Kinder.

Töpfermarkt in Hoske

Auf den idyllisch gelegenen „Storchenhof“ der Familie Gleinig / Schmidt im Wittichenauer Ortsteil Hoske lädt die hier ansässige Töpferei am 2. Augustwochenende zu einem Töpfermarkt ein. Handwerkskunst allerfeinster Art von ca. 20 Töpfern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, Schautöpfern, Korbwaren und natürlich leckere regionale Produkte vom familiengeführten Bauernhof gleich um die Ecke begeistern auf dem historischen Mühlengelände der ehemaligen Wassermühle an der Schwarzen Elster die Besucher. Die aus der 2. Hälfe des 19. Jahrhunderts stammende Mühle war bis in die 50iger Jahre des 20. Jahrhunderts noch in Betrieb. Ein Teil der Mechanik ist noch erhalten. Glücklicherweise ist das Handwerk aus dem denkmalgeschützten Ensemble nicht gänzlich verschwunden. Statt tonnenweise Mehl werden heute feine Töpferwaren produziert, die auch außerhalb des Töpfermarktes in der Töpfer-Scheune in Hoske und auf Töpfermärktes in der Region zu erwerben sind. Ein kleiner Geheimtipp ist die Advents-Ausstellung mit kleinen Markt am ersten Adventswochenende.

Geschichtliches zur Mühle:

Der Vierseithof wurde am 20. November 1994 unter Denkmalschutz gestellt, allerdings ohne die nahezu unveränderte zweifeldrige Steindeckerbrücke aus dem 18. Jahrhundert, die in dieser Art sehr selten. 

Das gut genutzte und somit lebendige Denkmals hält einige Überraschungen bereit. Da lohnt schon allein der Blick auf das Mühlenfließ … An dieser Stelle muss in Hoske schon vor mehr als 600 Jahren eine Mühle gestanden haben. Die Zahl 1380 wird im Zinsregister des Klosters Marienstern genannt. Die Mühle scheint eine sehr bewegte Vergangenheit zu haben, wie aus den Dokumenten des Mühlenforschers Günter Rapp aus Görlitz hervorgeht. Von Brandstiftung ist die Rede, Diebstählen und einem Unfall mit glücklichem Ausgang, wie das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Liegnitz vom 25. Juli 1829 vermeldet: “Am 28. May fiel der 3jährige Sohn des Müllers zu Hoske im Kreise Hoyerswerda in den Elsterfluß, wurde jedoch von dem Sohne des Bauers Hirnascht daselbst glücklich gerettet.” 

Faszinierend ist die aufwendige Fassadengestaltung, besonders an der Giebelseite, die baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung ist. 

KONTAKT

Töpferei Storchenhof
Hoske 19
035725/71653

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ÜBERBLICK

Termin:
Immer am zweiten Augustwochenende
Angebot:
Töpferkunst aus ca. 20 Töpfereien aus Sachsen und Brandenburg, Korbwaren und regionale Produkte.