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Kotten liegt ungefähr 6 km südlich von Wittichenau an der Mündung des Klosterwassers in die Schwarze Elster. Der Name, sorbisch „Koćina“, kann nach einem Personennamen als „Ort des Chot“ gedeutet werden, aber auch die Ableitung aus dem Sorbischen als „Ort am Riss“ nach der Lage an einer Bodenwelle ist möglich.

1248 wurde „Chotin“ in einem Schriftstück des Kloster St. Marienstern zuerst urkundlich erwähnt. 1429, als die Hussiten nach ergebnislosen Friedensverhandlungen die Lausitz heimsuchten, wurde auch Kotten zerstört. Der Flurname „Koćina“ erinnert noch an den Platz, wo einst das Dorf stand.

Die Kottener Kapelle wurde 1750 erbaut. Aber aus alten Berichten geht hervor, dass es hier vorher schon eine „uralte kleine Kapelle ohne Tür, Eingang am Dache“ gab.

Johann Serbin, Kanonikus und Pfarrer im 17. Jahrhundert stammte von hier. Er bemühte sich besonders um die Verehrung des Wallfahrtortes Rosenthal. 1680 führte er wegen der Pest die noch heute übliche Prozession nach Rosenthal an. 1668 reiste er nach Wien zu Kaiser Leopold und erwirkte einen kaiserlichen Schutzbrief gegenüber dem protestantenfreundlichen Erlass des sächsischen Kurfürsten.

1896 vernichtete ein Großfeuer fast alle Gehöfte in Kotten. Auch mit Überschwemmungen hatten die Kottener oft zu kämpfen, bis die Schwarze Elster um 1960 reguliert wurde.

KURZINFO

erster Nachweis: 1248
Eingemeindung: 1994
Einwohner: 204
Wohngebäude: 56
Ortsvorsteher: Hubertus Korch

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die Krabat-Milchwelt

Am Dorfrand können Gäste die Krabat-Milchwelt besuchen, dort Einblicke in die landwirtschaftliche Kreislaufwirtschaft gewinnen und frische Milch, Joghurt oder handgepflegten Käse verkosten.

Impressionen: