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Vor knapp 650 Jahren wurde das kleine Dorf Hoske erstmals urkundlich erwähnt. Heute wohnen hier rund 150 Einwohner. Wie in beinahe jedem Ort der Wittichenauer Kirchgemeinde hat auch Hoske eine kleine Kapelle. Das Kirchlein steht seit 1898 im Dorfzentrum.

Das Dorf schloss sich 1948 mit dem etwa zwei Kilometer entfernten Rachlau zu einer Gemeinde zusammen, bis beide Dörfer 1994 nach Wittichenau eingemeindet wurden. Der Name Hoske geht auf das sorbische „Hoźk“ zurück und bedeutet „Ort in einem dürren Wäldchen“.

12 Kruzifixe in Vorgärten und an Feldwegen um Hoske herum, allesamt mit sorbischer Inschrift, künden von der rein sorbischen Geschichte des Dorfes. Im Jahr 1926 wurde in Hoske eine Schule erbaut. Zuvor wurde der Unterricht in der kleinen Dorfkapelle abgehalten.

Erstmals schriftlich erwähnt wurden Rachlau und Hoske im 14. Jahrhundert (1318 und 1374). Doch sie sind sicher schon lange vorher entstanden. Die kargen Böden und die häufigen Überschwemmungen durch die Schwarze Elster werden den Bauern hier in alten Zeiten manche Sorge bereitet haben. 1419 wird Rachlau daher als „Sorgewitz“ erwähnt.

Mit dem Wiener Kongress 1815 kam ein Teil der Oberlausitz von Sachsen zu Preußen. Südlich von Rachlau verlief die Landesgrenze. Einen alten Grenzstein finden wir noch heute am Weg nach Commerau. Nach mehrmaligem Wechsel, 1945 zu Sachsen, 1952 zum Bezirk Cottbus (Brandenburg), gehören Hoske und Rachlau seit 1990 zum Bundesland Sachsen.

Seit 2015 veranstaltet der Jugendclub mit dem „Black Bird Run“ einen großen Hindernislauf um das Dorf. Bei dem rund 12 Kilometer langen Lauf sind mehr als ein Dutzend Hindernisse zu überwinden. Zuletzt gingen mehr als 300 Läuferinnen und Läufer an den Start. Das Spektakel im September lockt alljährlich zahlreiche Zuschauer an.

KURZINFO

erster Nachweis: 1374
Eingemeindung: 1994
Einwohner: 149
Wohngebäude: 38
Ortsvorsteher: Roland Salowsky

Impressionen: