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Brischko liegt circa einen Kilometer östlich von Wittichenau. Hier zweigt die Wudra als begradigter Nebenarm von der Schwarzen Elster ab.

Der Name des Dorfes ist aus dem sorbischen „Brěžki“ hervorgegangen. „Brěžka“ heißt Birke. Offenbar war die Dorfgründung am „Ort der kleinen Birken“ erfolgt. Während der Naziherrschaft sollten die sorbischen Ortsnamen verschwinden. Brischko war deshalb 1936 in Birkenheim umbenannt worden. 1945 erhielt der Ort seinen ursprünglichen Namen zurück.

Der früheste schriftliche Nachweis als „Bresken“ stammt von 1374. Aussiedler aus Spohla hatten Brischko damals gegründet. Spohla und Brischko gehörten zur Standesherrschaft und zur Pfarrgemeinde Hoyerswerda. Ihre Ackerfluren gingen bis in unsere Zeit stellenweise ineinander über.

Im Laufe der Zeit vertieften die Brischkoer die Verbindung zum nahen Wittichenau. 1843 wurden sie dort eingepfarrt. Sichtbarer Ausdruck der Frömmigkeit sind Kruzifixe und Betsäulen auf vielen Grundstücken, die von den Besitzern sorgsam gepflegt werden.

1957 wurde der Ort nach Wittichenau eingemeindet und ab 1990 auf 40 Hektar Fläche bei Brischko ein Gewerbepark errichtet. Heute produzieren dort beispielsweise die Maja-Möbelwerke Leichtbaumöbel für IKEA. Der Betrieb ist mit 465 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Gemeinde.

KURZINFO

erster Nachweis: 1374
Eingemeindung: 1957
Einwohner: 165
Wohngebäude: 80

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Die Betsäule

In der Dorfmitte steht eine Granitsäule. Die Brischkoer haben sie im 17. Jahrhundert errichtet. Nach Pest und Reformation gelobten sie, am Tag des hl. Sebastian alljährlich eine Bitt- und Dankandacht zu halten. Die Betsäule erinnert an dieses Versprechen.

Impressionen:

Ortsteil Brischko | Stadt Wittichenau